Fachbegriffe in der Physiotherapie
- 1. Aktive Anwendungen
Anwendungen, welche durch den Therapeuten erbracht werden:
- 1.1. Massage
einer der ältesten bekannten Therapieformen; darunter versteht man das Kneten (Petrisage), Streichen (Effleurage) und Vibration des Gewebes; chinesisch = Tuina Massage, Tuinamassage; Wirkung: Entspannung (Detonisierung), Wohlempfinden, Durchblutungsförderung (Hyperämie), Verbesserung der Durchblutung von Organen (reaktive Hyperämie), Nervenberuhigung (Neurosedation), Nervenanregung (neurostimulation), Verbesserung der Beweglichkeit einzelner Gewebeschichten (Mobilisation), Weiterleitung von Wirkungen auf den gesamten Organismus über Nerven, Blut- und Lymphgefäße, Meridiane, Akupunkturpunkte, Energielinien, Triggerpunkte, Funktionskreise usw. (Reflexe) ? zur Behandlung von Muskelschmerzen (Myalgie), Muskelablagerungen (Myogelosen), muskuläre Dysbalancen, Nervenschmerzen (Neuralgie); Verklebungen von Gewebsschichten (Fibrosen, Crosslings), Vernarbungen (Keloidase), Durchblutungsstörungen (Dystrophie);
- 1.1.1. Akupunktmassage, Akupressur APM (z. B. nach Pencel)
= Massagetechnik mit leichtem bis sehr intensiven Druck auf Akupunkturpunkte; Wirkung:hemmend oder anregend auf Funktionen > zur Behandlung von Akupunkturpunkten zur Behebung von Blockaden und Behandlung von Funktionsstörungen;
- 1.1.2. Aromaölmassage
= Massage mit unterschiedlichsten Aromaölen (Aroma); Wirkung: je nach Aroma, Inhaltstoffen und Anwendungsform z. B. anregend oder beruhigend, zur Entschlackung, Hautreinigung (Peeling) und zum Stressabbau > zur Behandlung von Muskelhartspann (Hypertonus), Schmerzen am gesamten Bewegungsapparat, Stresssyndrome, aber insbesondere einfach zum entspannen (relaxen) und baumeln lassen von Körper, Geist und Seele;
- 1.1.3. Bindegewebsmassage BGM nach Elisabeth Dicke oder nach Theirich Leube (Professor Kohlrausch)
= Reflexzonenmassage oder Reflexzonentherapie zur Behandlung von Bindegewebszonen oder Head`schen Zonen (Dermatop) und Mac Kanzie Zonen (Myotop) Wirkung: Verbesserung der Durchblutung (Hyperämie) von Muskelgewebe, Bindegewebe und Organen; oben genannte Zonen entstehen meist durch Organstörungen (Herz = Card, Lunge = Pulma, Leber = Hepar, Magen = Gaster, Niere = Nephron, Dünndarm = Duodenum, Dickdarm = Colon, Blase = Cyste, Gebärmutter = Hysta, Eileiter = Ovarien, Vorsteherdrüse = Prostata); Beeinflusst wird das vegetative Nervensystem VNS (Sympaticus und Parasympaticus); es wird angeregt oder gedämpft ? zur Behandlung von Durchblutungsstörungen, auch vegetativ bedingter Durchblutungsstörungen, zur Therapie von Nervenschwankungen (z. B. vegetativen Dystonien) und Funktionsstörungen von Organen, Muskeln, Bindegewebe, Blut- und Lymphgefäßen und des Nerven- und Hormonsystems;
- 1.1.4. Bauchmassage, Colonmassage
spezielle Massagetechnik des Bauches (Abdomen) bzw. des Darmes; Wirkung: entspannend und entkrampfend auf die Bauchmuskulatur und den Verdauungstrakt, fördert die Darmtätigkeit und somit die Verdauung und den regelmäßigen und gleichmäßigen Stuhlgang ?zur Behandlung von Bauchschmerzen, Verspannungen und Verklebungen der Faszien im Bauchraum, Verdauungsstörungen bzw. Störungen an den Klappensystemen des Darmes (Iliocoecalklappe = Sphinkter von Otti, Bauhin´sche Klappe) und bei Störungen der Atmung (Zwerchfell = Diaphragma);
- 1.1.5. Faszienmassage, Faszientechniken
spezielle, sehr intensive Massage- und Dehntechnik von Muskel- Und Körperfaszien; Wirkung: löst Verklebungen von Muskeln und Faszien und lindert, reduziert oder beseitigt somit Schmerzen, steigert die Durchblutung (Hyperämie) und verbessert die Beweglichkeit > Behandlung von verkürzten, vernarbten und verklebten Faszien (Kontrakturen, Keloidase, Adhäsionen, Crosslings);
- 1.1.6. Friktionsmassage, Querfriktionen nach Cyriax (James Cyriax = engl. Orthopäde)
Spezielle Massagetechnik von Sehnen bzw. Bändern, meist quer zur Faser mit sehr intensiver Drucktechnik; Wirkung 1.: Setzt einen Reflex auf die Sehnenspindel (Nervenrezeptor), welcher eine Entspannung des Muskels auslöst, 2. ein Gewebshormon (Histamin) freisetzt, welches wiederum die Entzündung der entsprechenden Region senkt > zur Behandlung von Ansatzschmerzen (Insertionstendopathien) wie z. B. Tennisellenbogen (Epicondylitis humeri radialis), Golferellenbogen (Epicondylitis humeri ulnaris) oder im Schultergelenk (tendopathieSupraspinatussehne, Bicepssehne = Tendinitis bicebiti), sowie Achillessehnenbeschwerden (Achillodynie) und Kniebeschwerden (Patellaspitzensyndrom, Morbus Pertes, Bandverletzungen) und Wirbelsäulenbeschwerden (Morbus Reiter);
- 1.1.7. Fußreflexzonenmassage nach Hanne Marquardt, Fußreflexzonentherapie FRZ FRT (topographische Einteilung des Fußes nach Fitzgerald)
Wirkung: über die Zonen am Fuß auf das Nerven- und Hormonsystem, sowie Energiefelder und Funktionskreise > zur ganzheitlichen Behandlung von Beschwerden körperlicher, geistiger und seelischr Natur; Beeinflussung der Organfunktionen (Bauchspeicheldrüse = Pankrea, Verdauung), sowie des Skeletts, des somatischen und vegetativen Nervensystems und Einfluss auf das Hormonsystem;
- 1.1.8. Honigmassage
= spezielle Massagetechnik mit Einsatz von ‚Bienenhonig; Wirkung: neben den spezifischen Wirkungsweisen der Massage regt diese Form der Anwendung den Hautstoffwechsel an, wirkt somit zellverjüngend und reinigend ? zur Behandlung von Verspannungen der Muskulatur und des Bindegewebes, zum reinigen und Verjüngen der Haut, aber auch einfach zum Entspannen und Wohlfühlen;
- 1.1.9. Hot Stone Massage
= Massage mit heißen Steinen; Urspung: in Hawaii und Amerika (Indianer); angenehm temperierte Steine (schwarzer Basalt) werden durch streichende und zirkulierende Bewegungen über und in das Gewebe massiert ? um die Durchblutung zu verbessern und eine totale Entspannung (Sedierung) von Körper, Geist und Seele zu erreichen;
- 1.1.10. Klangschalenmassage (nach Funke)
durch das Anschlagen der Klangschalen kommt es zu Schwingungen und hörbaren Klängen; Wirkung: Harmonisierung von Körper, Geist und Seele durch beruhigende Klänge und Mikromassage durch Schwingungen der Zellen zur Zellaktivierung und zum Abbau von Radikalen > zur Behandlung von Stresssyndromen, allgemeiner Unruhe (z. B. ADHS = Aufmerksamkeits Defizits Hyperaktiv Syndrom) und zum Entspannen;
- 1.1.11. Klassische Massagetherapie KMT
von den Krankenkassen definierte Leistung = Entspannen und Lockern von Muskeln und Bindegewebe durch Kneten, Streichen,Klopfen, Vibrieren und Zirkeln; Wirkung: entspannend (detonisierend), durchblutungsfördernd (hyperämisierend) und schmerzlindernd (analgesierend) > zur Entspannung (Detonisierung) der Muskulatur und Schmerzreduktion (Analgesie), z. B. bei Rückenschmerzen (Dorsalgie, Lumbalsyndrom, LWS-Syndrom, Thorakalsyndrom, BWS-Syndrom, Cervikalsyndrom HWS-Syndrom, Wirbelsäulensyndrom, WS-Syndrom) und Muskelhartspann (Hypertonus);
- 1.1.12. Kräuterstempelmassage
= Massage unter Verwendung eines mit verschiedensten Kräutern gewickelten (Kräuter) Stofftuches (Kräuterstempel); Wirkung: je nach Technik anregende oder beruhigende Anwendung mit spezifischer Wirkung der eingesetzten Kräuter > zur Behandlung von Schmerzen, Verspannungen, Durchblutungsstörungen und Schwellungen ;
- 1.1.13. Lomi Lomi Nui Massage
= das Berühren wie eine Katze mit ihren sanften Pfoten = Massagetechnik aus Hawaii mit unendlich harmonischen und fließenden Bewegungen zum absoluten Wohlbefinden; Wirkung: vielleicht die entspannendste, wohltuendste und angenehmste Massagetechnik > zum totalen „Fallenlassen“ von Körper, Geist und Seele;
- 1.1.14. Saugwellenmassage
Schröpfen mit einer Sauggglocke; Wirkung: entkrampfend (spasmolysierend) auf die Muskulatur, löst hartnäckige Verklebungen des Bindegewebes und der Muskulatur und fördert sowohl die Durchblutung, als auch den venösen und lymphatischen Rückfluss > zur Lösung von Verklebungen des Bindegewebes und der Muskulatur, (z. B. nach Sportverletzungen) und zur Entschlackung des Gewebes;
- 1.1.15. Schokoladenmassage
Massage mit in Mandelöl zerlassener Schokolade Wirkung: wohltuend, anregend und hautreinigend > zum Entspannen Relaxen) und zur Hautreinigung (Peeling);
- 1.1.16. Stäbchenmassage
intensive Massagetechnik z. B. mit einem Holzstäbchen (Deuserstäbchen); Wirkung: schmerzreduzierend und entzündungsreduzierend (antiphlogistisch) > zur intensiven Behandlung muskulärer, tendinöser (von Sehnen) und ligamentärer (von Bändern) Beschwerden;
- 1.1.17. Teilmassage, Ganzmassage, Ganzkörpermassage, Gesichtsmassage, Kopfmassage
Behandlung einzelner Körperteile je nach Beschwerdebild mit sanften bis intensiven Techniken; Wirkung: je nach angewandter Technik (siehe auch andere Punkte);
- 1.1.18. Thaimassage
viele tausend Jahre alte Massagetechnik mit Ursprung in Thailand, beeinflusst aus Indien und China; = ganzheitliche Therapie, in welcher Körper, Geist, Seele und Natur einbezogen werden; die Anatomie des Körpers spielt eine untergeordnete Rolle, behandelt werden sogenannte Energiefelder und Energiebahnen, ähnlich den Meredianen aus der chinesischen Medizin (TCM = Traditionelle Chinesische Medizin); Wirkung: entspannend und harmonisierend auf den gesamten Körper, den Geist und die Seele > zur Therapie vieler Krankheitsbilder, z. B. Verspannungen und Schmerzen, Stresssyndromen und nervlich bedingter Ruhelosigkeit (z. B. Restless Legs = unruhige Beine);
- 1.1.19. Triggerpunktmassage
intensive Drucktechnik auf bestimmte (schmerzhafte) Punkte; Wirkung: schmerzreduzierend (analgesierend), durchblutungssteigernd (hyperämisierend) und entschlackend (resorbtionsfördernd) > zur Behandlung reflektorisch schmerzhafter Punkte (gelotische Veränderungen) in Muskeln (Myogelosen), Sehnen (Tendinosen), Kapseln und Bändern (Fibrosen);
- 1.1.1. Akupunktmassage, Akupressur APM (z. B. nach Pencel)
- 1.1. Massage
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- 1.2. Physiotherapie PT, Krankengymnastik KG
= Therapieform, bei welcher die Bewegung des Patienten im Vordergrund steht; so wird der Patient vom Therapeuten passiv bewegt, gedehnt, mobilisiert, entspannt oder zu aktiven Übungen angeleitet; ? zur Verbesserung der Beweglichkeit, zur Kräftigung und Funktionsverbesserung der Muskulatur und zur Beseitigung von Schmerzen;
- 1.2.1. KG
= eine auf das Beschwerdebild des Patienten konzipierte Bewegungstherapie; Wirkung: Verbesserung der Beweglichkeit (Mobilisation), Steigerung der Muskelkraft (Hypertrophie), Verbesserung funktioneller Bewegungsmuster (Koordination), Stabilisation von Gelenken und der Wirbelsäule, Entspannung der Muskulatur (Detonisierung) und anregend auf die vitalen Körperfunktionen (Atmung und Durchblutung) > zur Verbesserung der Beweglichkeit (Mobilität), zur Beseitigung oder Linderung von Schmerzen (Analgesie), zur Kräftigung der Muskulatur und damit zur Stabilisierung des Achsorganes (Wirbelsäule) und der Gelenke (Muskelaufbau = Hypertrophie), zur Sicherung der Bewegungsfunktionen und der Bewegungstechnik (Koordination) und zur Steigerung der Sauerstoffaufnahme und des Stoffwechsels (Hyperämie); dies geschieht mit aktiven und passiven Bewegungen mit meist speziellen Techniken, wie z. B. nach „Klein-Vogelbach“ mit Funktioneller Bewegungslehre FBL, nach Brügger zum Wiedererlernen von angeborenen Bewebungsmuster wie z. B. das aufrechte Sitzen bzw. den aufrechten Gang oder Lehnert-Schroth zur Skoliosebehandlung;
- 1.2.2. KG auf neurophysiologischer Grundlage (nach Bobath und Propriozeptive Neuromuskuläre Fazilitation (PNF)
spezielle Anwendungstechniken in der Physiotherapie zur Behandlung neurologischer Erkrankungen, wie Morbus Parkinson, Hyperkinetische Hyppotone Syndrome und Hypokinetische und Hypertone Syndrome, Multiple Sklerose MS, periphäre Lähmungen nach Operationen oder Verletzungen, zentrale Lähmungen mit und ohne Spastik nach Unfällen oder Schlaganfällen (Hirninfarkt, Insult, Massenblutung), Querschnittslähmungen (Tetraplegien), Akinetische Syndrome, Nervenschädigungen nach Stoffwechselerkrankungen z. B. bei Diabetes Typ 1 u. 2 (Polyneuropathie ) > zur Kräftigung einzelner Muskeln, aber auch Muskelgruppen, zur Stabilisierung des Rumpfes und der Arme mit Händen und der Beine mit Füßen (Extremitäten), zur Verbesserung der Koordination, zur Verbesserung und zum Erhalt der Mobilität, zur Dehnung der Muskulatur und damit zur Verhinderung von Muskelverkürzungen (Kontrakturen);
- 1.2.3. KG-Gerät, gerätegestützte Krankengymnastik
= KG unterstützt durch spezielle Therapiegeräte bzw. Trainingsgeräte; Wirkung: schneller und intensiver Muskelaufbau > zur Stabilisation der Rumpfmuskulatur, z. B. bei einer Muskelinsuffizienz (Muskelschwäche) des Rumpfes (Oberkörper) und zum Muskelaufbau, z. B. nach Sportverletzungen oder Operationen;;
- 1.2.4. KG im Schlingentisch (Extension)
=krankengymnastische Übungen oder entlastende Lagerung mittels spezieller Aufhängetechniken in einem stabilen Extensionsgerät mit beweglichen Traversen; Wirkung: Entlastung, Entspannung, Schmerzreduktion und hubfreies Bewegen (durch Abnahme der Schwerkraft) > zur Entlastung der Wirbelsäule (WS) und damit der Bandscheiben z. B. nach einem Bandscheibenvorfall (Prolaps) oder einer Bandscheibenvorwölbung (Protrusion), auch mit neurologischer Symptomatik (Nervenwurzelreizsyndrom = radikuläre Symptome) und zur postoperativen Nachbehandlung nach chirurgischen Eingriffen an der Wirbelsäule (nach Verletzungen, Bandscheibenvorfällen, PNS = Postnukleotomiesyndrom usw.); zur Behandlung von degenerativen Wirbelsäulenveränderungen (Spondylarthrosen, Spondylosen, Spondylolysen, Sponylolisthesis, Osteochondrosen; zur Schmerztherapie rheumatischer Gelenkerkrankungen (Morbus Bechterew usw.); zur Schmerzbehandlung und Mobilisation bei Arthrosen (Coxarthrose = Erkrankung des Hüftgelenkes, Omarthrose = Erkrankung des Schultergelenkes, Gonarthrose = Erkrankung des Kniegelenkes usw.);
- 1.2.5. KG bei Funktionsstörungen im Beckenbereich, Beckenbodengymnastik
= spezielle Techniken unter Wahrnehmung der Beckenbodenmuskulatur; Wirkung: Kräftigung und Wahrnehmung des Beckenbodens > zur Kräftigung des Beckenbodens nach gynäkologischen Erkrankungen oder Eingriffen oder nach urologischen Erkrankungen oder Eingriffen (Prostata-OP, Blaseninsuffizienz) und bei Harninkontinenz;
- 1.2.6. Entstauungsgymnastik
= spezielle Übungen für die Muskelpumpe zur Anregung des venösen und lymphatischen Rückflusses (Reflux); Wirkung: Steigert den Lymphfluss durch Anregung der Lymphtätigkeit (Lymphangiomotorik) und Fördert den venösen Rückfluss des Blutes durch das Wechseln von Anspannung und Entspannung der Muskulatur (Muskelpumpe) > nach Venenleiden oder Venenoperationen (Varicosen, Varizen), nach tiefen oder oberflächlichen Beinvenentrombosen; bei Verletzungen oder Erkrankungen des Lymphgefäßsystems;
- 1.2.7. Atemgymnastik ATG
= Übungen zur Steigerung der Ein-/Ausatmung und der Atemtechnik; Wirkung: verbessert das Atemvolumen (Vitalkapazität der Lunge), erhöht die Sauerstoffaufnahme des Blutes und senkt ggfs. die Atemfrequenz > bei Hyperventilation, nach Thoraxoperationen, nach Lungen- oder Zwerchfellerkrankungen/-lähmungen, bei stresssbedingten Erschöpfungssyndromen (Burnout), nach Herzerkrankungen;
- 1.2.8. KG bei Mukoviszidose CF
= spezielle Übungen zur Verbesserung der Atmung, zur Schleimlösung, zur Kräftigung der Atem- und Atemhilfsmuskulatur, zur Dehnung der verkürzten Brustmuskulatur, zur Verbesserung der Mobilität und zur Aufrichtung des Rumpfes;
- 1.2.9. KG nach handchirurgischen Eingriffen oder Verletzungen des Unterames
nach Unterarmbrüchen (z. B. distale Radiusfraktur, Radiusköpfchenfraktur, Ulnarfraktur, Unterarmfraktur nach Freykman usw), nach Brüchen oder Erkrankungen der Handwurzelknochen (z. B. Navicularfraktur = Fraktur des Kahnbeines, Capitatumfraktur = Fraktur des Kopfbeines, Aseptische Knochennekrose des OS naviculare = Morbus Kienböck), nach Brüchen oder Verletzungen der Mittelhandknochen und der Finger, bei arthrotischen Veränderungen der Fingergelenke (z. B. Daumensattelgelenkarthrose = ritzartrose)nach Weichteilverletzungen des Unterarmes und der Hand (z. B. Schnittverletzungen, stumpfe Verletzungen), Carpaltunnelsyndrome CTS;
- 1.2.10. KG bei Osteoporose, Gruppentherapie
(Osteoporose = Knochenentkalkung) = spezielle Übungen von gezielten Bewegungsmustern und ausdauernden und vielseitigen Bewegungsabläufen; Wirkung: reduziert die Knochenentkalkung bzw. die Kalziumeinlagerung in den Knochen kann verbessert werden; zusätzlich wird die Muskulatur gekräftigt und die Beweglichkeit verbessert, was die Verletzungsgefahr erheblich verringert > Bei Osteoporose und anderen Erkrankungen des Binde- und Stützgewebes;
- 1.2.11. KG nach Klein-Vogelbach Funktionelle Bewegungslehre FBL
spezielle funktionelle Bewegungstechniken; Wirkung: Stärkung der Rumpf- und Extremitätenmuskulatur und Verbesserung der Beweglichkeit und der Koordination > zur Behandlung von Rückenbeschwerden, von Haltungsproblemen und zur Nachbehandlung nach Operationen oder Verletzungen; kann als Technik am Patienten direkt angewandt werden oder als Übungsprogramm einstudiert werden, z. B. mit dem Pezzi-Ball;
- 1.2.12. Medizinische Trainingstherapie MTT, Medizinisches Aufbautraining MAT
spezielle Trainingsmethoden an Rehabilitationstherapiegeräten; Wirkung: Muskelaufbau und Verbesserung der Koordination ? zur Behandlung von Rückenschmerzen auf Grund von muskulären Insuffizienzen (Schwächen) des Rumpfes; zur Nachbehandlung nach Operationen an Gelenken, Weichteilen, Organen und Kopf; zur Nachbehandlung nach Traumata (Verletzungen) z. B. nach Sportverletzungen, Arbeitsunfällen usw.;
- 1.2.13. EDV-gestütztes Koordinationstraining Balancetraining
mit dem MTD-Trainingskonzept können Gleichgewicht und Koordination des gesamten Bewegungssystems geschult werden; Wirkung: Verbesserung der Koordination, Steigerung des Reaktionsvermögens und Stabilisation der Wirbelsäule und der Beingelenke > zur Behandlung von Störungen des Bewegungs- und Stützapparates, z. B. nach neurologischen Erkrankungen (Schlaganfall, Morbus Parkinson usw.), nach peripheren Nervenschädigungen, z. B. nach Verletzungen, nach Bandscheibenvorfällen oder nach Verletzungen der Wirbelsäule und der Beine, zur Nachbehandlung nach Totalendoprothetik (Z. B. Hüft-TEP, Knie-TEP) und chirurgischen Eingriffen an Fußgelenk, Kniegelenk (z. B. Kreuzbandersatz =LCA-Plastik oder Meniskus-OP) oder nach Oberschenkelhalsbrüchen und Hüftkopfnekrosen (Morbus Pertes) usw.;
- 1.2.14. Sportphysiotherapie
Behandlung von Sportverletzungen welche konservativ (nicht operativ) oder operativ versorgt wurden = bestehend meist aus einer Kombination mehrerer Therapieformen; so werden aktive und passive Übungen durchgeführt, vor oder nach den Übungen werden Wärme- oder Kälteanwendungen applitziert, Massagen und Elektrotherapie verabreicht und entstauende Maßnahmen Durchgeführt; Wirkung: oft liegt die schnelle Rehabilitation des Sportlers im Vordergrund;
- 1.2.15. Manuelle Therapie MT
spezielle Mobilisationstechniken zur Verbesserung des Gelenkspieles nach Bewegungseinschränkungen; Wirkung: Verbesserung der Beweglichkeit von Gelenken, Dynamisierung von Nerven > zur Behandlung der Kopfgelenke, der Wirbelsäule HWS BWS LWS, der Wirbelgelenke, der Extremitätengelenke, der Iliosakralgelenke ISG, z. B. nach Blockaden oder eingeschränkter Beweglichkeit (Hypomobilität); die Manuelle Therapie muss als Physiotherapeut in einem speziellen Lehrgang erlernt werden, sodass er anschließend als zertifizierter Manualtherapeut die Technik anwenden und abrechnen darf;
- 1.2.16. MT bei Beschwerden und Funktionsstörungen des Kauorganes und des Kiefergelenkes
Craniomandibuläre Dysfunktionen CMD oder myofaziales Syndrom = spezielle Behandlungstechnik in der MT, bestehend aus Weichteiltechniken (Massage, Dehnungen usw.) Gelenktechniken, Triggerpunktbehandlungen, Stabilisations- und Koordinationsübungen für das Kauorgan und schmerzlindernde Maßnahmen; Wirkung: lindert, reduziert oder beseitigt Schmerzen, verringert oder beseitigt lästiges und gefährliches „Knacken“ des Kiefergelenkes und verbessert die Funktion des „Bisses“ > zur Behandlung von Funktionsstörungen wie z. B. Knacken, Über-/Kreuzbiss, Zähneknirschen (Proxismus) und Schmerzen im Gesicht und Halswirbelsäule;
- 1.2.17. Bandscheibenrehabilitation, Knorpelrehabilitation
spezielle Techniken aus der Krankengymnastik, wobei durch dosiertes Komprimieren im Wechsel mit Entlastung der Knorpel oder die Bandscheibe wieder Flüssigkeit aufnehmen kann; Wirkung: der Knorpel und die Bandscheiben werden dadurch wieder belastbarer ? zur Behandlung von Gelenkknorpelschäden (Arthrose) und Bandscheibenschäden (Prolaps = Bandscheibenvorfall BSV, Protrusion = Bandscheibenvorwölbung, Osteochondrose = Verkalkung bzs. Verknöcherung der Bandscheibe);
- 1.2.18. Progressive Muskelrelaxation nach Jacobson PMJ, Entspannungstherapie
durch intensives Anspannen von Muskeln kann der Patient anschließend besser entspannen, insbesondere bei starken Spannungszuständen ? zur Behandlung von Stresssyndromen, Hartspann von ganzen Muskelgruppen, Bei Erkrankungen des Muskel- und Nervensystems usw.;
- 1.2.1. KG
- 1.2. Physiotherapie PT, Krankengymnastik KG
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- 1.3. Spezialanwendungen
- 1.3.1. Behandlung nach der Dorn-Methode
spezielle Techniken zum Zentrieren der Gelenke und Einstellung der Wirbelkörper > nach funktionellen Beinlängendifferenzen, dezentrierten Gelenken, verschobenen wirbeln usw..;
- 1.3.2. Klangschalentherapie
Behandlung mit verschiedenen Klangschalen, z. B. aus einer Legierung aus 12 Metallen > zur Harmonisierung von Körper, Geist und Seele, zum Abbau von Stress und Radikalen im Körper; die Therapie kann als Mikromassage gesehen werden; Wirkung: durch die Schwingungen geraten die Körperzellen und die Körperflüssigkeit ebenfalls in Schwingung (siehe auch 1.1.10);
- 1.3.3. Kinesiotaping nach Dr. Kenzo Kase
spezielle Anlagetechnik mit farblich unterschiedlichen Tapebändern nach vorhergehender kinesiologischer Untersuchung > zur Verbesserung von Funktionen, zum Abbau von Muskelspannungen und Schmerzen, zum Stabilisieren nach Bänderproblemen und Beschwerden nach Bandscheibenvorfällen usw.;
- 1.3.4. Manuelle Lymphdrainage MLD, Komplexe Physikalische Entstauungstherapie KPE, Bandagetherapie, Ödemtherapie nach Vodder (Földi, Asdonk)
durch spezielle Grifftechniken und Bandagierungen wird die angestaute Lymphflüssigkeit abdrainiert; die Lymphgefäße werden in ihrer Eigenmotorik angeregt, sodass sie ihre transportleistung steigern > bei Lymphstauungen, chronischen Lymphödemen, Phlebödemen, venösen Stauungen der Arme und Beine und des gesamten Rumpfes oder nach Operationen, z. B. nach Brustkrebs (Mammakarzinom, Mamma-Ca), Hodenkrebs usw.;
- 1.3.5. Osteopatie, Viscerale Osteopathie, Parietale Osteopathie
Behandlung des gesamten Menschen sozusagen „von Kopf bis Fuß“; hierbei werden Gelenke, Muskeln, Faszien, Bänder, Sehnen, Knochen, Organe und Nervensysteme therapeutisch ebenso berücksichtigt, wie Funktionskreise, Hormonsystem und seelische und psychische Verfassung; Craniosacrale Therapie = Harmonisierung des Zusammenspiels von Kopf und Kreuzbein > zur Wiederherstellung der gesunden Körperfunktionen und zum Beseitigen von Schmerzen;
- 1.3.6. Somatic Education SE, Somatics
1von Thomas Hanna entwickelte Behandlungsmethode ermöglicht durch ein tiefes Wahrnehmen von Bewegungen mit den ausführenden präzisen Muskelan- und entspannungen ein Wiederbeleben vergessener Bewegungsmuster. Die in Deutschland noch wenig verbreitete Technik hat ihren Ursprung in den USA und entstand aus der Zusammenarbeit von Thomas Hanna mit Moshé Feldenkrais. In unserer Praxis erzielen wir bereits seit ca 2 Jahren außerordentlich gute Behandlungserfolge mit Somatic Education, sodass es an der Zeit ist, diese segensreiche Methode allen Patienten zugänglich zu machen. Bitte erkundigen Sie sich beim Praxisteam und lernen Sie mit speziellen Übungen Ihre „vergessenen Muskeln“ wieder spüren, damit Verspannungen und die daraus resultierenden Schmerzen ein Ende haben.
- 1.3.1. Behandlung nach der Dorn-Methode
- 1.3. Spezialanwendungen
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- 1.4. Gruppentherapie:
Wirbelsäulengymnastik, Rückenschule nach der Konföderation der deutschen Rückenschulen KddR, Osteoporosegymnastik, Rheumagymnastik für die deutsche Rheumaliga;
- 1.4. Gruppentherapie:
- 2.Passive Anwendungen, Physikalische Therapie
- 2.1. Wärmeanwendungen WT und Kälteanwendungen, Thermotherapie, Kryotherapie,, Fangopackungen, Naturmoorpackungen, Heiße Steine, Heublumensäckchen, Heißluft, Rotlichttherapie, Kräuterkompressen, Kältepackungen, Kalte Steine, Eisanwendungen, Ultraschall-Wärmetherapie;
- 2.2. Elektrotherapie ET
Therapie mit konstanter Galvanisation (konstanter Gleichstrom), mit niederfrequenten (1 – 1000 Hz = Hertz = Frequenz), mittelfrequenten (1001 – 10000 Hz)und hochfrequenten (über 10000 Hz) Strömen; dabei kommen je nach Therapieziel entweder Gleichströme mit Dreieck- oder Rechteckimpulsen oder Expotentialstrom zum Einsatz, oder Wechselströme; Wirkung: je nach Stromart durchblutungsfördernd (hyperämisierend), schmerzlindernd (analgesierend), abschwellend (resorbtionsfördernd), entspannend (detonisierend), anregend (tonisierend/stimmulierend) entschlackend (trophisierend) und muskelkräftigend (Hypertrophitraining);
- 2.2.1. konstante Galvanisation, konstanter Gleichstrom
Wirkung: durchblutungsfördernd (hyperämisierend) > zur Behandlung von Durchblutungsstörungen (wirkt reflektorisch auch auf die Durchblutung von Organen), Arthrosen, zur Entschlackung von Muskeln (z. B. nach starker Beanspruchung);
- 2.2.2. Träbertstrom, Ultrareizstrom (143 bzw. 187 Hz)
Wirkung: schmerzlindernd (analgesierend) und durchblutungsfördernd (hyperämisierend) > zur Behandlung von chronischen Schmerzen bei Arthrosen (Coxarthrose = Hüftgelenk, Gonarthrose = Kniegelenk, Arthrose von Großzehengrundgelenk und Sprunggelenk,Omarthrose = Schultergelenk, Ritzarthrose = Daumensattelgelenk usw);
- 2.2.3. Bernard`sche Ströme, Diadynamische Ströme (50 – 100 Hz)
MF (50 Hz); Wirkung: DF (100 Hz); Wirkung: CP (50/100 Hz im Wechsel); Wirkung: resorbtionsfördernd (abschwellend) > nach Verletzungen und Operationen; LP (0-100 Hz an- und abschwellend); Wirkung:
- 2.2.4. Hochvoltstrom
- 2.2.5. Transkutane Elektrische Nervenstimmulation TENS
- 2.2.6. Elektrogymnastik
- 2.2.7. It-Kurve
- 2.2.8. Interferenzstrom (4000-8000 Hz)
- 2.2.1. konstante Galvanisation, konstanter Gleichstrom
- 2.3. Ultraschall-Wärmetherapie
Therapie mit Ultraschall, ähnlich der Ultraschall-Diagnostik; Wirkung: der Ultraschall (800-1000 KHz) wirkt mit 0,1 – 1 Watt auf die einzelnen Zellen; die Zellen werden in ihrer Form „verwunden“, man spricht dabei von der Cavitation > zur Verbesserung der Durchblutung (Hyperämie), zur Linderung von Schmerzen (Analgesie), zur Behandlung von Entzündungen (Antiphlogistik), zur Beseitigung von Ablagerungen (Kalkdepots usw) und zur Therapie von ernährungsbedingten Funktionsstörungen (trophischen Dysfunktionen); zu behandelnde Krankheitsbilder: Verletzungen von Muskeln, Bändern und Sehnen (z. B. Muskelfaserrisse, Bandrupturen, Sehnenrupturen), Vernarbungen, Überlastungssyndrome von Sehnen (z. B. Achilodynie), Insertionstendopathie (Ansatzschmerz an Sehnen-Knochenübergängen, z. B. Epicondylitis humeri radialis = Tennisellenbogen,, Epicondylitis humeri ulnaris = Golferellenbogen, Jumperknie = Kniescheibensehnenbeschwerden, Supraspinatussehne = Schulterbeschwerden usw.), Fersensporn, Verkalkungen an Sehnen (Tendinitis calcarea), Bandscheibenvorfällen (Prolaps mit und ohne Sequesta = ausgetretene Bandscheibenmasse);
- 2.4. Ultraschall-Simultanverfahren
Utraschall-Wärmetherapie in Verbindung mit Reizstromtherapie; Wirkung wie 2.3., jedoch stark schmerzlindernd (analgesierend), durchblutungsfördernd (hyperämisierend) und entstauend (resorbtionsfördernd) > zur Therapie starker Beschwerden mit Schmerzen und Schwellungen;
- 2.5. Lichttherapie
Sonnenlichtsimulation, Farblichttherapie = Therapie mit sonnenähnlichem Lichtspektrum oder mit Lampen, welche das Farbspektrum automatisch wechseln; Wirkung: über die Epiphyse und Hautrezeptoren ? zur Behandlung von Depressionen (z. B. Winterdepression), Stimmungsschwankungen, Stresssyndromen (Burnout) usw.;